Kilometerlanger weisser SandstrandStrand Cofete (Fuerteventura)Auf der Rückseite des turistischen Fuerteventuras erstreckt sich einer der spektakulärsten Strände der Kanarischen Inseln. Cofete ist nicht nur einer der grössten Strände des Archipels (nach offiziellen Angeben des Umweltministeriums hat er eine Länge von 13,7 km), sondern ausserdem eine einzigartige Landschaft, die Natur und Geheimnis miteinander verbindet.Dieser kilometerlange Strand im Süden Fuerteventuras befindet sich auf der dem Wind zugewandten Seite der Halbinsel Jandía, das heisst auf der westlichen Seite. Der Zugang zu diesem Abschnitt des Bergmassivs von Jandía ist kompliziert, da er von Morro Jable durch Berge mit komplizierter Geographie getrennt ist. Bis nach Cofete führen keine asphaltierten Strassen, es gibt auch keine Parkplätze, Schnellimbisse oder Restaurants. Nein. Dieses Fuerteventura befindet sich auf derm dem Wind abgewandten Seite. Hier, im Schatten der höchsten Berge (der Berg Zarza ist die höchste Erhebung von Fuerteventura mit 807 Metern über dem Meeresspiegel) dehnt sich ein einsamer und unberührter Strand aus, von dem aus nur einige Gebäude des Dörfchens Cofete zu sehen sind.
Ansonsten nur noch Sand, Sonne und Wind. Das allerdings: Dieser Strand mit feinem Sand ist über weite Strecken des Jahres dem Wind ausgesetzt, aber das ist nur ein kleiner Nachteil für die, die das einsame Bad lieben oder gerne FKK praktizieren möchten, was auf dem Grossteil des mehr als 13 Kilometer langen, die diesen Naturraum bilden, möglich ist. Aber um zum Paradies zu gelangen muss man Einiges auf sich nehmen. Der Zugang zum Strand von Cofete ist eine nicht asphaltierte Sandpiste, die in Morro Jable losgeht und es ermöglicht, bei dem selben Ausflug das Innere des Naturparks Jandía zu besuchen und die Spitze mit dem selben Namen, das Südende dieser länglichen Insel, die manchmal Windrose genannt wird.
Ein geheimnisvoller Ort
Wir haben es schon vorher angedeutet: Ein Ausflug nach Cofete ist gleichzeitig ein Ausflug zu einem der grössten Geheimnisse der neueren Geschichte Spaniens. In Cofete steht die Villa Winter, die der deutsche Industrielle Gustav Winter baute. Obwohl dies nie bewiesen werden konnte, gibt es Berichte des FBI aus dem Zweiten Weltkrieg, die zu dem Schluss kommen, dass Cofete den U-Booten des Dritten Reichs als Versorgungsbasis und Unterschlupf diente. Die Anwohner, die aus Jandía weggebracht wurden (es handelte sich um eine geschlossene Militärzone) versichern, dass Tunnel die Villa Winter mit U-Boot-Höhlen verband, die den Booten als Schutz dienten. Nach all diesen Jahren steht die Villa heute noch und hütet ihr Geheimnis. Die damalige spanische Regierung bestritt immer, dass eine der Inseln als Logistikbasis für die U-Boote von Adolf Hitler verwendet wurde. Ein kanarisches Tourismusunternehmen hat das Gebäude gekauft, um es in ein kleines Hotel zu verwandeln.