Gedenken an die kanarische DiasporaDas Museum des Emigranten in TeguiseEs gab eine Zeit, da verliessen die Kanarier ihre Inseln, um sich eine Zukunft aufzubauen, die ihnen in ihrer Heimat nicht sicher war. Die kanarische Diaspora schickte die Kinder des Atlantiks in die vier Himmelsrichtungen. Jetzt sind die Kanarischen Inseln wohlhabend und die Nachkommen derer, die auswandern mussten vergessen nicht, dass der heutige Fortschritt viel mit den Anstrengungen vergangener Zeiten zu tun hat. Ein Museum auf der Insel Lanzarote erinnert an gar nicht so lange vergangene Zeiten, als die Kanarier auswandern mussten, um zu überleben.
Der erste Anreiz, um das Museum des Emigranten in Teguise (Lanzarote) zu besuchen ist der Ort, an dem die Inselbehörden dieses Museum so passend errichtet haben. Dieses kleine Ausstellungszentrum befindet sich in der Burg Guanapay, eine Festung aus dem 16. Jahrhundert, die von dem Feudalherren der Insel Sancho de Herrera erbaut wurde, um die damalige Hauptstadt der Insel Teguise gegen die Piratenangriffe auf die Insel Lanzarote zu verteidigen. Diese Burg erhebt sich am Rand des Kraters des Vulkans Guanapay und bietet heute die Möglichkeit, sich der Geschichte von Tausenden von Kanariern zu nähern, die nach Amerika auswandern mussten, um in Würde leben zu können. Während dem 19. und 20. Jahrhundert, vor allen Dingen während des Spanischen Bürgerkrieges (1936 – 1939) verliessen Tausende Inselbewohner das Archipel auf der Suche nach einem besseren Leben. Kuba und Venezuela waren die beliebtesten Ziele der Emigranten der Kanarischen Inseln.
Ab 1991 wurde diese Burg zum ersten Museum auf den Kanarischen Inseln, das dem Gedenken der Emigranten von den Kanarischen Inseln gewidmet ist. In sieben Ausstellungsräumen kann man eine Sammlung von Gegenständen, Documenten und Photographien bewundern, die uns von einer Zeit erzählen, zu der die Kanarischen Inseln das Überleben ihrer Bewohner nicht sicherstellen konnte. Erklärende Tafeln, Texte und Karten vervollständigen diesen kleinen Tribut an jene Männer und Frauen. Der Grossteil der Dokumente, die mit der kanarischen Emigration nach Amerika in Verbindung stehen, und die es auf der Insel gibt, befinden sich in diesem besonderen Museum.
Von dem gesammelten Material sind die persönlichen Briefe der Emigranten hervorzuheben, Pässe, Postkarten, die den auf der Insel gebliebenen aus Amerika geschickt wurden, Einschiffungskarten, Photos, Landkarten, Seekarten und Dokumente, die von den harten Reisebedingungen resalen, die die Menschen auf sich nehmen mussten, die Arbeiten, die sie in Amerika ausführten und gegebenenfalls die Reichtümer, derer, die in ihre Heimat zurückkehrten.
Die Ausstellung wird durch eine interessante Sammlung von Gegenständen vervollständigt, die im Zusammenhang mit der kanarischen Emigration stehen, Modelle und Photos, die uns helfen, das amerikanische Abenteuer der Kanarier besser zu verstehen, die auszogen, um bessere Chancen zu haben.
Ort: Burg Guanapay (Vulkan Guanapay, Teguise)
Öffnungszeiten: Im Winter: Montag bis Freitag 10 bis 17 Uhr; Samstag, Sonntag und Feiertage 10 bis 16 Uhr. Im Sommer: von Montag bis Sonntag 10 bis 16 Uhr.
Tel: (+34) 928 845 001 / (+34) 928 845 072