Der Schrei des Wassers Marcos und Cordero: Die üppigste Seite der KanarenWenn es einen Ort gibt, an dem sich der Mythos der durstigen Kanarischen Inseln in Nichts auflöst, ist das La Palma. La Isla Bonita ist eine Huldigung an das Wasser, ein steil abfallender, grüner Felsen, der aus dem Meer auftaucht, um all die anzuziehen, die vor überfüllten Stränden fliehen und die anderen Kanarischen Inseln suchen. Die Quellen der Flüsse Marcos und Cordero sind höchster Ausdruck des fruchtbarsten Archipels und eine hervorragende Gelegenheit, eine Landschaft zu erkunden, die von der UNESCO zum Biosphärenreservat ernannt worden ist. Der Weg beginnt am öffentlichen Parkplatz des Barranco del Agua (neben dem Besucherzentrum), die wahre Eingangstür zum Naturpark Los Tilos. Von Anfang an ist der Laurisilva (Waldrelikt der Tertiärzeit, der auf den Kanaren noch erhalten ist) der einzige Hauptdarsteller eines Lebensraums, der uns zu entfernten Breitengraden transportiert. Wir befinden uns in einem der spektakulärsten Wälder der Kanaren, ein grüner Teppich, der sich über weite Teile von La Palma erstreckt, wozu er Wasserressourcen benötigt, die nichts mit unserer Vorstellung von trockenen Inseln zu tun hat. Hier fliesst das Wasser ungezügelt und der schattige und geheimnisvolle Wald wächst an Hängen und Steilwänden, die zauberhafte Ecken bieten.
Die Strecke steigt auf dem ersten Abschnitt an. Vom Parkplatz aus muss man dem Pfad folgen, der in Richtung Mirador del Espigón nach oben führt. Nach einigen Kilometern Waldpiste führt eine steile Treppe an einem Hügel bis zu dem Aussichtspunkt, von dem aus man die ganze Dimension des Waldes bwundern kann. Von da an ist der Anstieg leichter, aber es geht weiter nach oben auf der Suche nach der Quelle des Marcos. Holsbrücken und schattige Steilwände beherrschen den Weg, der bis zur Fajana de la Tea führt. Dort angkommen führt der Weg wiederum steil im ständigen Zickzack nach oben bis zu den Quellen des Marcos und des Cordero.
Wenn man beschliesst bis zur Casa del Agua weiterzugehen, muss man nur dem Geräusch des Wassers folgen und sich an den Bewässerungsgraben halten, der die wertvolle Flüssigkeit bis in bewohnte Gegenden bringt. Vor uns liegt ein spektakulärer Weg, der uns zwingt, 12 Tunnel zu durchqueren, die das Wasser bis zu den Feldern der Insel transportieren. Die Route endet an der Casa del Monte. Wenn man sich für diese Variante entscheidet, muss man im Voraus eines der allradgetriebenen Taxen destellen, die die Wanderer abholen. Entscheidet man sich aber im Gegenteil dafür, zum Parkplatz am Barranco del Agua zurückzukehren, muss man den gesamten Weg von den Quellen zurückgehen.
Routenbeschreibung
Km. 0,0: Parkplatz des Barranco del Agua. Eine bequeme Waldpiste führt rechts von dem Steilhang nach oben. Ihr folgt man, bis man auf eine Holzbrücke stösst, die über den Fluss führt.
Km. 3,0: Nachdem man die Brücke überquert hat, führt der Weg nach oben bis zu dem Mirador del Espigón. Von dort aus geht die Waldpiste weiter bis zur Fajana de la Tea. Der Weg steigt immer an.
Km. 9,0: Quelle des Flusses Cordero. Der Weg steigt weiterhin an, 1,2 Kilometer weit bis zur Quelle des Flusses Marcos.
Km. 10,2: Von der Quelle des Flusses Marcos aus folgt man dem Bewässerungsgraben.
Km. 16,0: Casa del Monte
Technische Daten:
Entfernung: 16 Kilometer (Barranco del Agua-Casa del Monte)
Zeit: 5 Stunden
Zu beachten: Der Weg hat meistens eine rutschige Oberfläche auf einem Teil der Strecke. Die Route durchquert mehrere Tunnel, in denen Wasser fliesst, weswegen es ratsam ist, eine Regenjacke und eine Laterne mitzunehmen.
Zugang: Im Privatfahrzeug bis zum Besucherzentrum Tilos (Barranco del Agua).
Taxen: Ein Taxiservice mit allradgetriebenen Fahrzeugen ermöglicht die Fahrt von Casa del Monte zu jedem Punkt der Insel. Tel: 616 418 847 (Luis Batista)