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Ein Spaziergang durch die illustre Stadt
Geschichte und Kulturerbe in Santa Cruz de La Palma
Ein Spaziergang durch die Altstadt von Santa Cruz de La Palma bedeutet, die Zeit zurückzudrehen. Wenn es einem gelingt, seiner Phantasie freien Lauf zu lassen, ist es einfach, elegante Damen mit Kleidern anderer Epochen zu entdecken und man kann sogar die Masten der Schiffe erkennen, die auf flämischen Malereien dargestellt sind oder die Idee der Aufklärung, als man im restlichen Spanien mit diesem Wort noch nichts anzufangen wusste. Das Ergebnis dieses Ideen- und Kapitalflusses war eine Stadt mit einem enormen Fluss an Kulturerbe und Kunst.

Santa Cruz war immer eine offene und kaufmännische Stadt, eine reiche Stadt mit eigenem Gerichtshof (um Rechtsstreitigkeiten beizulegen, die im Handel mit den amerikanischen Kolonien auftraten) lange vor den Hauptstädten des Archipels. Dieses kleine Städtchen, das die Spanier 1493 gründeten, erlangte nämlich zurecht den Ruhm, der aktivste Handelshafen der Kanarischen Inseln zu sein und eines der wirtschaftlich und kulturell reichsten Zentren Spaniens.

Dies hinterliess ein architektonisches und künstlerisches Kulturerbe, das aus Santa Cruz eine der schönsten Ecken des Archipiels macht. Ein Strassendorf nach portugiesischem Geschmack (es gab eine grosse portugiesische Kolonie in den ersten Jahrhunderten seiner Geschichte), das der Küstenlinie folgten und über bemerkenswerte Gebäude verfügte. Später wurde der Stadtverlauf mit Parallel- und Stichstrassen vervollständigt (wenn dies die komplizierte Orographie zuliess), um die heutige Stadt zu bilden, die sich Bränden, Erdbeben und Angriffen von Piraten verschiedenster Herkunft widersetzt hat. Santa Cruz de La Palma blieb trotz allem ihrem Stil treu.
Eine künstlerische Stadt

Der Reichtum der kleinen Stadt festigte sich durch den Export von Zucker und später Wein. Dem guten Tropfen ist es zu verdanken, dass sich ein intensiver Handelsverkehr mit beiden Atlantikküsten entwickelte, der sowohl Kapital als auch viele Kunstgegenstände brachte. In dieser kleinen Stadt kann man Gemälde und Wandmalereien bewundern und  fast alle Gemeinden oder Familien sind stolz darauf, im Besitz einer Figur oder eines Gemäldes eines berühmten flämischen Künstlers zu sein. Dieses Faible für die Ästhetik hat die Stadtentwicklung selbst bestimmt mit gepflegten Strassen, architektonisch wunderschönen Gebäuden, verträumte Plätze, und Wege, auf denen man leicht die Zeit vergisst. Schöne Steine und wertvolles Holz sind die Hauptelemente der Strassen Real und O'Daly, welche die traditionellen Arterien der Stadt bilden und in denen sich die bemerkenswertesten Gebäude der Stadt befinden. Renaissance, Barrock, Neoklassizismus und etwas Gotik bilden eine Einheit mit grossen historischem und artistischem Wert: ein wahrer Genuss für die Sinne. Dies alles gekrönt von der Gastfreundlichkeit der Bewohner, die wissen, dass sie an einem der schönsten Orte dieser Welt leben.

Was man gesehen haben muss:

Rathaus.- Die Exporten für Kunstgeschichte auf den Kanarischen Inseln bestätigen, dass es sich um das schönste im Renaissancestil gebaute Gebäude des Archipiels handelt. Von Aussen sind die Arkaden im klassizistischen Stil hervozuheben und die Verwendung der Steinarbeiten im zweiten Teil der Fassade, der einige der schönsten Wappen der Kanarischen Inseln umfasst. Im Inneren sind der Innenhof und die Verwendung von Holz an Decaen und Böden hervorzuheben.
Ort: Strasse O´Daly

Kirche El Salvador und Plaza de España.- Obwohl sie Ende des 15. Jahrhunderts errichtet wurde, ist das Gebäude, das man heute bewundern kann, aus der zweiten Hälfte des folgenden Jahrhunderts und von dem ursprünglichen Bauwerk ist nur ein gotisches Kreuzgewölbe in der Sakristei übriggebliegen. Diese Basilika mit drei Schiffen ist ein Schatz der Renaissance und ihr Turm sowie das klassische Tor. Sie dominiert die Plaza de España, die historisch als Plaza Principal (Hauptplatz) bekannt war. Hier gibt es weitere erwähnenswerte Bauten wie den Renaissancebrunnen und die Casa Monteverde.
Ort: Plaza de España

Kirche San Francisco.- Ursprünglich handelte es sich um ein Franziskanerkloster, das auf Befehl von Johanna von Kastilien (bekannt als Johanna die Wahnsinnige) zu Anfang des 16. Jahrhunderts gebaut wurde. Genau wie die restlichen historischen Gebäude von La Palma weist die Kirche klare Linien des Renaissance auf sowie eine der schönsten maurischen Vertäfelungen der Kanarischen Inseln.
Ort: Plaza de San Francisco

Casas de los Balcones (Balkonhäuser) .- Es handelt sich ohne Zweifel um die Postkarte der Hauptstadt. Sie befinden sich auf der Avenida Marítima und sind ein hervorragendes Beispiel für die kanarische volkstümliche Architektur und die verschiedenen Zwecke, denen das Holz an den Häuserfassaden dient. Die Gebäude sind bunt bemalt und haben spektakuläre Balkone aus Holz, die sogar über zwei Stockwerke gehen können.
Ort: Avenida Marítima
 
Festung Santa catalina.- Genau wie die restlichen kanarischen Hauptstädte, die auf das Meer blicken, verfügte La Palma über ein Verteidigungssystem, um die unzähligen Piratenübergriffe so gut es ging abzuwehren, die zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert an der Tagesordnung standen. Dieses bescheidene Militärgebäude wurde wenige Jahre vor dem Ende der Eroberung begonnen, aber ein Hochwasser zerstörte es im Jahr 1665 und es musste vollständig abgeändert werden. Heutzutage weist die Festung einen quadratischen Grundriss auf, der mit diamantenförmigen Bollwerken an jeder Ecke versehen ist. Seit 1951 steht es schon unter Denkmalschutz.
Ort: Avenida Marítima

Palast Salazar.- Es handelt sich um eine der herausragendsten Adelsbauten von Santa Cruz de La Palma. Dieses herrschaftliche Haus wurde Mitte des 17. Jahrhunderts erbaut und ist das perfekte Beispiel für die Verwendung von gehobenen künstlerischen Stilrichtungen als Ausdruck von Reichtum und politischer Relevanz. Die Fassade besteht ausschliesslich aus Stein und hervorzuheben ist der beeindruckende Renaissanceeingang mit klassischen Zügen. Im Inneren gilt es die Holzvertäfelungen zu bewundern sowie den Einsatz von Holz bei den Fussböden und dem Innenhof, der einer der am besten erhaltenen der Stadt darstellt. Heute befindet sich hier das Touristenbüro der Insel. Ort: Strasse O´Daly

Barco de la Virgen.- Erbaut in den vierziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts handelt es sich um einen Nachbau des Kolumbusschiffes Santa María und ist zu einem weiteren Aushängeschild der Stadt geworden. In seinem Inneren befindet sich ein interessantes Schiffsmuseum, in dem Modellschiffe, wertvolle Seekarten und Gegenstände der Seefahrt ausgestellt werden, wodurch man an die Fischerei erinnert wird, die die Hauptstadt von La Palma charakterisiert. 
Ort: Avenida de la Bajada

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