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Ein Nationalpark in der Höhe
Der Teide ist das meist besuchte Naturgebiet Spaniens
Mit mehr als drei Millionen Besuchern jährlich ist der Nationalpark El Teide das meistbesuchte Naturgebiet Spaniens und zweifelsohne eines derer, die weltweit am meisten Touristen anlockt. Dieses Gebiet von fast 19.000 Hektar geniesst seit dem 22. Januar 1954 den höchsten Verwaltungsschutz und hat sich in eine der Hauptouristenattraktionen von Teneriffa verwandelt. Eine de besten und atemberaubendsten Vulkanlandschaften der Welt und der höchste Gipfel Spaniens (3.718 Meter) machen diesen Park einzigartig, in dem der Teide allgegenwärtig ist.

Die Fachleute sprechen von einem grossen Kataklysmus als Ursprung des heutigen Vulkans El Teide und seiner unmittelbaren Umgebung. Vor etwa 180.000 Jahren fiel eine grosse Masse Vulkangestein (einige sprechen von Höhen über 4.000 Metern) in das heutige Tal La Orotava und bildete den Zirkus von Las Cañadas, wodurch eine Zyklus intensiver Vulkanaktivität hervorgerufen wurde, die ihren Höhepunkt in dem Entstehen des heutigen Vulkans fand. Das Ergebnis so vieler tektonischer Bewegung ist offensichtlich in Form von Engpässen, ausgedehnten Vulkanaschegebieten, mehreren Dutzenden CONOS und dem höchsten Berg Spaniens. Ein Spektakel aus Form und Farben bietet sich dar.

 

Nach soviet Aufruhr, die immer noch nicht beendet ist, ist es nicht verwunderlich, dass die Guanches (alte Siedler von Teneriffa) den Teide für die Behausung von Guayota höchstselbst halben, den Teufel der Inselreligion; ein ungastlicher Ort, den man besser nicht zu sehr behelligte, obwohl es viele Reste der alten Siedler der Insel über den ganzen Park verteilt gibt. Die Landschaft scheint diesen Aberglauben zu bestätigen und der Besucher findet eine aussergewöhnliche Darstellung der zerstörerischen und schöpferischen Macht vor, die aus den Tiefen der Erde hervorkommt. Trichter, Vulkanbomben von mehreren Metern Höhe, unendliche Felder aus Bimsstein verschiedenster Farben und Formen bilden einen Wandteppich von atemberaubender Schönheit.

 

Wer zu schauen versteht, kann die tausenden verschiedenen Tönungen geniessen, die aus diesem Ort eine einzigartige Landschaft machen. Ein ganzes Netz von Aussichtspunkten mit erklärenden Schildern in verschiedenen Sprachen, perfekt ausgeschilderte Besucherzentren und eine mehr als gelungene Markierung der Höhepunkte und Wege machen es dem Besucher einfacher, so dass sie sich nur darum kümmern muss, den Spaziergang zu geniessen und unentwegt den Photoapparat abzudrücken.

 

Ein anderer hervorzuhebender Punkt des Nationalparks ist die einfache Zugänglichkeit. Man kann einen Grossteil der Landschaft vom Auto aus geniessen und über ein vollständiges Netz von Wegen, die es erlauben, alle Geheimnisse des Gebirges von Teneriffa zu erkunden. Wir befinden uns also vor einer Landschaft, die ganz unterschiedliches Publikum zufrieden stellen kann. Die weniger Abenteuerlustigen können vom Auto aus die wichtigsten Attraktionen bewundern, während die Waghalsigeren zwischen weniger schwierigen Wegen oder anspruchsvollen Routen wählen können, die nur für sportlich Vorbereitete gedacht sind. Aber immer mit Vorsicht. Man darf nicht vergessen, dass wir uns im Hochgebirge befinden. Im Winter und auch über lange Strecken des Frühlings ist die Schneegefahr hoch und plötzliche Witterungsumschwünge sind keine Seltenheit.

 

Bei einer solchen Landschaft ist es nicht weiter verwunderlich, das die Einwohner des Naturparks El Teide mehr als gut vorbereitet sind, um auch die unwirtlichsten Bedingungen auszuhalten. Trotz der Höhe, der wenigen Feuchtigkeit und der extremen Klimaumstände ist der Teide Wohnort für eine grosse Anzahl an pflanzlicher und tierischer Spezies und vorübergehender oder jahreszeitabhängiger Aufenthaltsort vieler anderer, die die Gipfel erklimmen, um sich zu ernähren. Hinsichtlich der Flora ist die Übermacht des Teide-Ginsters hervorzuheben, ein strauchartiger Busch, der bis zu zwei Meter hoch werden kann und einen grossen Teil der Oberfläche des Parks bedeckt. Die Fauna weist auch einige exklusive Schmuckstücke auf. Zweifelsohne sind die Wirbellosen die vielfältigsten und es sind mehr als 700 Spezies katalogisiert. Unter den Wirbeltieren sind die Vielzahl an Echsen hervorzuheben, unter denen die Kanareneidechse der König ist und Vögel wie die Kanarienvögel, der Raubwürger oder Turmfalke.

 

Der Nationalpark El Teide hat auch eine grosse Rolle bei der Entwicklung der menschlichen Gemeinschaften auf Teneriffa gespielt. Die wirtschaftliche Wichtigkeit dieser Landschaft war immer präsent und obwohl sich die Verwendungszwecke geändert haben, haben diese von der Erde ausgespuckten Felsen eine Hauptrolle bei dem Erhalt der Einwohner seit Jahrtausenden gespielt. Heute ist die Anziehung auf die Touristen der grösste wirtschaftliche Wert, aber in der Vergangenheit waren es Weideflächen, auf denen die verschiedenen Guanchemenceyaten (Stammeskantone) ihre Herden in den Sommermonaten weiden liessen. Unzählige archäologische Funde sind Zeugen der grossen Rolle, die Las Cañadas für die alten Siedler von Teneriffa spielten. Der Teide bot auch das Grundmaterial (Obsidian) und trotz der Anwesenheit von Guayota (der Teufel der Guanches) auch geistige Nahrung, was dadurch nachgewiesen wurde, dass man mehrere Höhlen fand, die den Guanches als Grabstätten dienten.

 

Was man gesehen haben muss

 

Alto de Izaña.- Der Alto de Izaña befindet sich im Bereich des Vorparks (ausgeschilderte Kreuzung an der TF 24 von Santa Cruz-La Laguna) und hat einen hohen wissenschaftlichen und landschaftlichen Wert. Von diesem Ort aus hat man einen beeindruckenden Ausblick auf den Vulkan an sich, der in diesem Gebiet allgegenwärtig ist, auf den östlichen Teil Teneriffas und auf die Insel Gran Canaria. Aber berühmt ist Izaña augrund seines Zentrums von enormer wissenschaftlicher Relevanz. An diesem Ort sind mehrere Teleskope dem Anstrophysischen Institut von Kanarias zugehörig angebracht, die aus Izaña einen weltweiten Referenzpunkt der Kosmosbeobachtung gemacht hat.

 

Rosa del Teide.- Diese einzigartige geologische Bildung, die sich beim Kilometer 22,4 der TF 21 (Richtung La Orotava-Teide) befindet, ist ein weiteres Beispiel für die Kreativität der Natur, die sich immer grosszügig gegenüber Teneriffa gezeigt hat. Geometrische Basaltblöcke haben eine merkwürdige Blume mitten im Kiefernwald. Es wurde ein kleiner Aussichtspunkt angelegt, von dem aus man dieses Geschenk bewundern kann, dass die Tiefen der Erde hervorgebracht haben.

 

Roques de García.- Nach dem Vulkan selbst sind sie das Hauptaushängeschild des Nationalparks El Teide. Diese Lavatürme befinden sich beim Kilometer 42,6 der TF 21 und haben sich aufrecht den Kräften der Verwitterung widersetzt und sind eines der bekanntesten Symbole der Insel Teneriffa. Die merkwürdigen Bildungen entstanden als das Magma Spalten in dem Boden füllten, der aus weicheren Materialien bestand. Sie sind in einer Linie aufgereiht, die Las Cañadas in zwei Nebenkamine unterteilt. Anschliessend liess die Verwitterung sie an der Luft stehen und gab ihnen willkürliche Formen.

 

Llanos de Ucanca.- Vom Aussichtspunkt Ucanca aus (TF 21 km. 44) kann man das schönste Panorama auf den Teide und den Pico Viejo des ganzen Parks geniessen. Von der Landstrasse aus kann man eine der atemberaubendsten Landschaften des Nationalparks bewundern. Eine kilometerlange Ebene, wird brüsk von den ersten Rampen eines Bergs unterbrochen, der majestätisch die 3718 Meter sucht. Zum Zeitpunkt der Schneeschmelze sammelt dieser Ort einen Grossteil des Wassers, das von den südwestlichen Hängen des Vulkans hinabfliesst, wodurch Ucanca zu einem See mit kurzer Lebensdauer wird, in dem sich die ganze Grösse des Teide widerspiegelt.

 

Bajada de Chío.- Wenn man über Zeit verfügt, ist es ratsam, den Park über die TF 38 Richtung Chío zu verlassen. Diese Landstrasse zeigt noch offensichtlicher als andere Zugänge die fortschreitende Kolonialisierung des kanarischen Pinienwalds in Gebieten kürzlicher Vulkanaktivität, sowie die traditionelle landwirtschaftliche Ausbeutung des Südteils von Teneriffa. An klaren Tagen kann man einen beeindruckenden Ausblick auf die Insel La Gomera geniessen.

 

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